PR-Text für die Giessen Marketing GmbH im Juni 2010
„Gießen hat die Messlatte hoch gelegt“
Wissens-Festival setzt würdigen Höhepunkt für schulische Forschungsprojekte – Akademie für forschendes Lernen angekündigt
Gießen (-). „Das war ein wunderbarer Tag.“ Albrecht Beutelspacher, Mathematikums-Leiter und Mit-Organisator des „Festivals der jungen Forscher“ zeigte sich entspannt, als der Sonntag zu Ende ging: Die große Abschlussveranstaltung im Rahmen der Auszeichnung „Stadt der jungen Forscher“ hat sich als großer Erfolg erwiesen; rund 25.000 Menschen, so schätzte der Mathematiker, waren rund um den Kirchenplatz dabei, um sich von Experimenten und Musik inspirieren und unterhalten zu lassen. Lob gab es auch von den Träger-Stiftungen des Preises: „Gießen hat die Messlatte hoch gesetzt.“
„Die besten Ideen kommen von jungen Menschen“, sagte zum offiziellen Auftakt am Sonntagmittag Katja Becker, Vize-Präsidentin der Justus-Liebig-Universität beim „Eröffnungsexperiment“ auf der Bühne am Kirchenplatz. Und Matthias Mayer von der Körber-Stiftung zeigte sich vor allem über eine besonderer Ankündigung erfreut: Die Uni wolle die Gründung einer „Akademie für junge Forscher“ vorantreiben, hatte Universitäts-Präsident Joybrato Mukherjeeeinen Tag zuvor versprochen. „Das ist genau das, was wir erreichen wollen“, sagte Mayer.
„Spannend begonnen“ habe der Tag, resümierte Beutelspacher später, denn ob das Wetter halten sollte, war lange unklar. Doch dann verzogen sich beim eindrucksvollen Sternmarsch der „Marching Bandits“ und der „Black Bandits Marching Corps“ auf den Kirchenplatz die Regenwolken zunächst. Zwischen dem Platz unter dem Kirchturm und dem Brandplatz reihten sich große und kleine Kuppelzelte mit schulischen Forschungsprojekten aneinander, ergänzt durch die traditionelle „Straße der Experiemente“. Vor allem bei den Arbeiten der Schüler, die in den Monaten zuvor auch mit Hilfe des Preisgeldes der Stiftungen geforscht hatten, fielen dabei zahlreiche geisteswissenschaftliche Projekte auf.
Als Höhepunkt des Tages erwies sich der Auftritt des TV-Moderators Willi Weitzel, der mit seiner Sendung „Willi wills wissen“ in der ARD vor allem die Wissbegierde der jüngeren Zuschauer befriedigt. „Der genießt einen richtigen Starkult bei den Kleineren“, sagte Sadullah Güleç vom Veranstalter Gießen Marketing GmbH. „Das der so umlagert werden würde von kleinen Autogramm-Jägern, damit habe ich nicht unbedingt gerechnet.“ Vor der Bühne am Kirchplatz drängten sich die jungen Fans und folgten gebannt den Interviews, die Weitzel dort mit Nachwuchsforscherinnen und –forschern führte.
„Ich finde irre, wie sich die Schülerinnen und Schüler engagiert haben“, sagte HR-Reporterin Eva Deppe am Rande der „Wissensmeile“. Und: Nicht immer sei bei den Experimenten das herausgekommen, was erwartet wurde: Beim „Trinkgeld-Projekt“ wollten die jungen Forscher herausfinden, ob Bedienungen mehr Trinkgeld bekommen, wenn sie den Gast berühren. Die These war positiv, doch das Ergebnis war „genau das Gegenteil“. An einem anderen Stand haben Schüler über ein Jahr lang an einem Computerprogramm gearbeitet, das virtuelle physikalische Effekte körperlich erlebbar macht – mittels „Touchless Feedback-Technology“. Die Technik soll später in Körpertherapiepraxen eingesetzt werden.
Von den „tollen Themen“ und dem Engagement der Schüler zeigte sich auch Güleç begeistert. „In dieser Verbindung von Schule und Wissenschaft liegen noch große Potenziale und Chancen für unsere Stadt, unsere Hochschulen und unsere Region. Wir werden weiter an dieser Verbindung arbeiten“, kündigte er an. Mit der Akademie für junge Forscher, die Uni-Präsident Mukherjee in seinem Grußwort zur Fachtagung „Keine Angst vor Wissenschaft!“ ins Spiel gebracht hat, bekäme Gießen einen festen „Stützpunkt für forschendes Lernen“ – und damit eine einzigartige Einrichtung in Deutschland.
Doch der Nachwuchs hat auch musikalisch einen festen Stand in Mittelhessen. Das zeigte sich zumindest zum Ausklang des Festivals mit den Auftritten der regionalen Newcomer-Bands Campaign Like Clockwork, Springfield und Neoh auf der Bühne am Kirchenplatz, die Rock mit eindeutig überregionalem Anspruch spielten. Für das kommende Jahr haben die Träger der Auszeichnung „Stadt der jungen Forscher“, die Körber-, Robert-Bosch- und Telekom-Stiftung, Kiel zum Titelträger gewählt. Die Hansestadt zählte schon im vergangenen Jahr zu den Finalisten, gegen die Gießen den Preis gewonnen hatte.
Weitere Informationen:
www.forschung-macht-schule.de
www.stadt-der-jungen-Forscher.de
Tim Lochmüller 2010 für ml.text&reports // Dieser Text steht zur freien Verfügung. Er dient allerdings ausschließlich der redaktionellen Nutzung und der individuellen Information des Nutzers. Eine Speicherung in Datenbanken sowie jegliche Weitergabe an Dritte im Rahmen gewerblicher Nutzung oder zur gewerblichen Nutzung sind nur mit meiner schriftlicher Genehmigung gestattet. Bitte beachten: Die Nennung des Autors ist nach Namensurheberrecht obligatorisch.
"Noah" spielten zum Abschluss des Festivals der jungen Forscher auf dem Kirchenplatz.
Mehr Bilder vom Festival der jungen Forscher auf Flickr. 
